Neuerrichtung Gipfelkreuz Hoher Göll 2522 m

Anlässlich des 25-Jahr-Jubliläums der Ortsgruppe Kuchl wurde von Toni Brandauer sen. die Idee geboren, am Hohen Göll ein neues Gipfelkreuz zu errichten. Dieser Vorschlag fand beim Kuchler Ausschuss großes Gefallen, da das Vereinsbudget die Verwirklichung eines solchen Projekts zuließ. Glücklicherweise befindet sich in den Reihen des Kuchler Ausschusses ein begnadeter Bau- und Kunstschlosser namens Felix Gruber. Nach der Vorlage seines Entwurfes wurde ihm der Auftrag erteilt und von ihm binnen 1 ½ Monaten in die Tat umgesetzt. Laut Künstler fertigte er das Kreuz aus folgenden Materialien: Edelstahl, Schmiedebronze, Edelstahl geschmiedet; Als Besonderheit ziert ein Bergkristall die Mitte des Kreuzes. (Bei Sonnenuntergang erstrahlt das Kreuz im eigenen Glanz und ist daher auch aus weiter Entfernung sichtbar.)

Am späten Nachmittag des 14. Juli 2005 wurde die Bodenplatte, die Blitzschutzanlage, das restaurierte „Kuchler-Kreuz“ und das für eine solche „Höhen“-Montage benötigte Werkzeug per Hubschrauber auf den Hohen Göll transportiert.
Am darauf folgenden Morgen stiegen Stefan Mitterwallner, Andreas Neureiter, der Erbauer Felix Gruber und meine Wenigkeit zum Hohen Göll auf, um bei strahlendem Sonnenschein die Bodenplatte (4 Gewindestangen 60 cm tief in den Fels gebohrt) und den Blitzableiter (2 x 30 Meter) für das neue Kreuz zu montieren. Nach getaner Arbeit entfernten wir das alte Kreuz, deponierten es für den Abtransport mittels Helikopters am Gipfel und stiegen in das Purtscheller-Haus ab, wo es noch sehr gemütlich wurde. (Besten Dank der Hüttenwirtin Christl für ihren vorzüglichen Zirbenschnaps.)
Am 27. Juli war es dann so weit. Am frühen Nachmittag erwartete unser Vierer-Team samt einigen Freunden die Ankunft des neuen Kreuzes am Hohen Göll. Begünstigt durch abermals schönes Wetter hob der Hubschrauber der Fa. Knaus das 3,60 m hohe Kunstwerk (ca. 300 kg.) präzise auf die bereits montierte Bodenplatte, wo es von uns befestigt wurde. Als „Gegenfuhr“ transportierte der Hubschrauber das alte Kreuz samt zuvor benötigtem Werkzeug wieder zu Tale. Um ca. 15.00 Uhr erstrahlte das neu errichtete Kreuz erstmals in seiner ganzen Pracht und wurde sogleich von den anwesenden Hobbyfotografen in Beschlag genommen.
Ab nun konzentrierte sich alles um die Vorbereitungen zur Einweihungsfeier. Plakate wurden entworfen und gedruckt, neue Gipfelbücher angeschafft und alles Notwendige für die Bergmesse organisiert.
Als besondere Vorankündigung für die Einweihungsfeier entzündeten Hermann Dick, Felix Gruber und ich am Vorabend des 20. Augusts ein Freudenfeuer am Gipfel des Hohen Göll. Wider Erwarten lichtete sich um ca. 21.00 Uhr gerade rechtzeitig der Nebel und wir kamen in den Genuss einer lauen, sternenklaren Vollmondnacht. Leider war uns Petrus am nächsten Morgen nicht mehr so gnädig und es begann um ca. 5.00 Uhr zu regnen. Aus diesem Grund wurde die Bergmesse zum Gedenkstein, oberhalb des Purtschellerhauses verlegt. Da es wirklich in Strömen schüttete, rechnete eigentlich keiner von uns mit einem Gipfelstürmen. Allerdings zeigte sich Otty Hans als besonders Hartgesotten. Um uns rechtzeitig beim Purtschellerhaus einzufinden, stiegen wir drei bei diesem Sauwetter ab. Pünktlich zur Bergmesse um 12.00 Uhr hörte es zu regnen auf und die ca. 150 anwesenden Personen feierten den ökumenischen Gottesdienst mit dem Sonneberger Pfarrer Freitag und Pfarrer Ambrosius Eichhorn aus St. Veit. Die musikalische Umrahmung übernahmen vier Bläser, eine Abordnung des Männerchores und der Bergler Dreigesang aus Kuchl sowie zwei Alphornbläser aus Sonneberg. Die Feier fand im Purtschellerhaus (für einige bis spät in die Nacht hinein) ihren gemütlichen Ausklang.
Abschließend möchte ich mich im Namen des Ausschusses des Kuchler Alpenvereins bei dem Erbauer Felix Gruber allen Helfern sowie bei Baumeister Hans Schorn (Sponsor des Materialfluges) und der Druckerei Schönleitner (Sponsor der Plakate) für die reibungslose Zusammenarbeit aufs herzlichste bedanken.
Weiters wird auch allen Helfern, die unter Leitung von Toni Siller (Tischei) das Kuchler Kreuz restauriert und aufgestellt haben, gedankt.
Um die Kreuzweihe vor Ort vorzunehmen starten wir im nächsten Jahr einen neuerlichen Versuch. (Hoffentlich bei strahlendem Sonnenschein!)

Toni Brandauer
Transport des Werkzeuges
Vorbereitungsarbeiten
Abschrämmen des Felsens
Ein luftiger Arbeitsplatz
Bohren der Löcher
Das alte Kreuz steht noch
Verlegen des Blitzableiters
Gruppenfoto mit dem alten Kreuz
Das alte Kreuz wird abgetragen
Das neue Kreuz wird für den Transport vorbereitet
Gut eingepackt für den Flug
Ein fliegendes Kreuz ...
... nähert sich dem Hohen Göll
Das Kreuz wird aufgesetzt
Die Leine wird vom Hubschrauber gelöst
Transport durch die Fa. Knaus
Die Errichter des neuen Kreuzes
Es ist vollbracht!
Eine wunderschöne Arbeit ...
... vom Künstler Felix Gruber ...
... ziert den Gipfel!
Abendstimmung am Hohen Göll
Ein Gipfelkreuz in der Nacht
Ein Freudenfeuer
Morgenstimmung ...
... und Wettersturz
Bergmesse am Gedenkstein beim Purtschellerhaus
Musikalische Begleitung
Die Fotos wurden mit freundlicher Genehmigung vom Österreichischen Alpenverein, Ortsgruppe Kuchl zur Verfügung gestellt.
Ein besonderer Dank an meine Freunde in der Ortsgruppe Kuchl.

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